Weiterentwicklung von Biomassemischpellet

  Herstellung von Biomischpellet am Lehrstuhl Kraftwerkstechnik der BTU Cottbus Herstellung von Biomischpellet am Lehrstuhl Kraftwerkstechnik der BTU Cottbus

Ansprechpartner:
Herr Robert Guder
wissenschaftlicher Mitarbeiter
BTU Cottbus, Lehrstuhl Kraftwerkstechnik

Telefon: (0355)69 3695
robert.guder@tu-cottbus.de

 
 

Der Run auf die komfortable Bioenergie-Heizung eröffnet beste Perspektiven für die junge Branche, stellt sie aber auch vor große Herausforderungen: Markt- und Preisentwicklung, sichere Brennstoffversorgung, technische Fortschritte und die Diskussion über Feinstaubemissionen stehen im Mittelpunkt der Entwicklung. Pellets gewährleisten im dezentralen Einsatz einen hohen Komfort (z.B. Sauberkeit, Lagerungsmöglichkeit, kontinuierlicher Betrieb). Aus der Sicht des Endkunden ist das bei Pellets im Vergleich zu nicht aufbereiteter Biomasse von entscheidender Bedeutung. Tendenziell kann die Nachfrage nach Pellets demnach kaum befriedigt werden. Immer mehr zeigt sich, dass die wirtschaftliche Beschaffung von biogenen Brennstoffen angesichts der begrenzten Ressourcen zum Engpass wird. Angesichts dieser Situation gilt es, die Rohstoffbasis zur Herstellung von Pellets zu verbreitern. In dem Projekt „Wärme aus einheimischer Biomasse“ kann man dabei auf erste erfolgreiche Ergebnisse aus den Forschungen des vorangegangenen Projekts „NEBrA“ (2006/2007) der BTU Cottbus, des CEBra e. V. und der Universität Zielona Góra zurückgreifen. Die Analyse der Biomischpellets (siehe Archiv) im Vergleich zur Norm DIN plus zeigt die Kompliziertheit des Problems. Besonders die hohen Werte an Asche, Stickstoff und Chlor erfordern einen hohen Forschungsbedarf. Die hohen Gehalte an Chlor und Stickstoff werden in Bezug auf die Einhaltung der Normen der zukünftigen 1. BImSchV als problematisch angesehen. Denn diese sind verantwortlich für den Großteil der Schadstoffemissionen. Deshalb spielt die vorgesehene durchgehende technologische Kette: Pellets, Heizung und Filter in den Untersuchungen eine Schlüsselrolle. Durch das Verständnis der Zusammenhänge müssen geeignete Technologieschritte entwickelt werden, um die spezifischen Nachteile der Biomassearten auszugleichen und das technologische Gesamtsystem weiterzuentwickeln. Dazu sind weitere Untersuchungen der günstigsten Zusammensetzungen von regionalen Rohstoffen erforderlich.

 
 
 

Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den wirtschaftlichen und verbrennungstechnischen Aspekten. Die gesamte Wertschöpfungskette wird betrachtet und entsprechende Tastversuche durchgeführt. Die praxisorientierten Untersuchungen werden durch die Feldversuche in den drei Heizkesseln realisiert. Dezentrale Lösungen können so maßgeschneidert und an die biologische Artenvielfalt angepasst werden. Ziel der Untersuchungen ist die Entwicklung eines Biomischpellets der 2. Generation, der umweltfreundlich, komfortabel handhabbar und zugleich preiswert ist.

 
 
 
 
PLBB Dieses Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des operationellen Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Polen (Wojewodschaft Lubuskie) – Brandenburg 2007–2013 gefördert. EU